Achtung, Krankengeldempfänger!

Derzeit stellen die gesetzlichen Krankenkassen vermehrt das Krankengeld ein, weil der Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsfähig und nicht krank ist. Dies ist in den Fällen rechtswidrig, in denen die Arbeitsunfähigkeit bereits seit der zuletzt ausgeübten Tätigkeit besteht und in dieser zuletzt ausgeübten Tätigkeit eben nicht mehr gearbeitet werden kann.

Betroffene sollten gegen die Bescheide vorgehen, mit denen die Zahlung des Krankengeldes aufgehoben wird. Auch ein rückwirkendes Vorgehen ist zum Teil erfolgversprechend und ratsam, denn das Krankengeld ist letztlich höher als das ansonsten gezahlte ALG I oder ALG II. Bei erfolgreichem Vorgehen besteht dann der Krankengeldanspruch in Höhe von mindestens 78 Wochen, anschließend ggf. nochmals der ALG I-Anspruch.