Grad der Behinderung - Richtige Antragstellung ist wichtig

Sie haben vor, einen Antrag auf Grad der Behinderung zu stellen? Dann ist es wichtig, dass Sie sich vorher darüber informieren, welche Kriterien für die Höhe entscheidend sind. Festgelegt hat dies der Gesetzgeber in den sog. Versorgungsmedizinischen Richtlinien. Bei der Antragstellung sollten nicht nur alle dauerhaften Erkrankungen angegeben werden (auch solche, die man bisher gar nicht so beachtete, wie Schwerhörigkeit, Hämmorhoiden, Inkontinenz, Hauterkrankungen, Allergien).  Es sollten möglichst auch gleich in einer eigens erstellten Anlage die Intensität, der Schweregrad, die Häufigkeit der Anfälle und deren Ausprägung usw. angegeben werden. Denn durch die reine Angabe der Diagnosen kann in vielen Fällen ein Grad der Behinderung nicht korrekt eingeschätzt werden. Je nach Ausprägung der Erkrankung können GdB`s mitunter von 0 bis 100 vorliegen.

Von Ihrem Sozialamt werden dann von Ihren behandelnden Ärzten Befundberichte angefordert. Da auch hierin nicht nach dem Schweregrad der Erkrankungen gefragt wird, haben die Patienten das Nachsehen, deren Ärzte nicht von sich aus weitere Ausführungen zum Schweregrad angeben.

Liegen die Befundberichte der Ärzte, Entlassungsberichte der Krankenhäuser usw. (alle relevanten Unterlagen) vor, werden diese zum medizinischen Dienst gegeben, der dann den Gesamt-GdB einschätzt.